Maximale Ernüchterung

Während ich schon im Zug in Richtung des nächsten BVB-Spiels in Freiburg sitze, komme ich endlich mal dazu, den vergangenen Spieltag ein wenig zusammenzufassen. Weil ich gegen Leverkusen ausgesetzt habe, war es mein persönlicher Rückrundenauftakt. Und nachdem man in Dortmund seit Wochen angekündigt hatte, dank einer bombastischen Wintervorbereitung und runderneuerter Fitness werde alles sehr viel besser, war die Ernüchterung groß. Sehr Groß. Offensiv lief bis zum Gegentor wenig und danach gar nichts, die Abwehr leistete sich mal wieder einige schlimme Aussetzer.

Folgendes habe ich zu dem Spiel zusammengetragen:

Sokratis und Großkreutz patzen gegen Augsburg – Note 5
Beim 0:1 gegen Augsburg präsentierte sich der BVB zwar etwas besser als bei Bayer – aber zu viele Spieler blieben deutlich unter ihren Möglichkeiten.

BVB-Spieler haben Verständnis für Pfiffe der Fans
Nach der 0:1-Niederlage gegen den FC Augsburg machten die Fans ihrem Unmut deutlich Luft – eine Reaktion, die die Spieler gut verstehen konnten.

BVB lud Augsburg mit fataler Fehlerkette zu Gegentor ein
Nach guter erster Halbzeit folgte beim BVB beim 0:1 gegen den FC Augsburg ein Einbruch in der zweiten, der zeigt, wie tiefgreifend die Probleme sind.

Die Dortmunder Leistung gegen Augsburg stimmt bedenklich
Beim 0:1 gegen Augsburg zeigt der BVB eine erschreckende Leistung – und gibt wenig Anlass, Hoffnung für die Zukunft zu wahren. Ein Kommentar

Und da nach dem Spiel bekanntlich vor dem Spiel ist und tags drauf schon die Pressekonferenz zum anstehenden Abstiegsduell gegen Freiburg war, hier meine Vorschautexte:

BVB-Trainer Klopp schließt Rücktritt aus – vorerst
Er werde nicht als Dortmunder Trainer resignieren, sagte Jürgen Klopp auf einer Pressekonferenz – eine Aussage mit Interpretationsspielraum.

„Klare Spielidee“ – BVB reist mit Respekt zum SC Freiburg
Beim SC Freiburg steht für den BVB ein echtes Kellerduell an – gegen eine Mannschaft, die zwar spielstark ist, aber auch deutliche Schwächen hat.

Muskelbündelriss – Großkreutz fehlt dem BVB sechs Wochen
Beim 0:1 gegen den FC Augsburg verletzte sich der Aushilfs-Rechtsverteidiger und wird lange fehlen – und auch Piszczek ist fraglich.

Und noch ein persönlicher Nachtrag: Überall lese und höre ich jetzt Ausagen von BVB-Akteuren, dass es nur noch auf den Kampf ankomme. Ich halte davon wenig – gerade Augsburg ist ein gutes Beispiel. Natürlich kämpfen die auch (weil maximaler Einsatz inzwischen eben Grundvoraussetzung ist, um in der Bundesliga zu bestehen), aber sie bieten noch viel mehr.

Als Markus Weinzierl sie einst in großer Abstiegsnot übernommen hat, hat er schnell ein schlüssiges Spielkonzept mit starkem eigenem Ballbesitzspiel implementiert. So konnte sich der FCA, von den Voraussetzungen her klarer Abstiegskandidat, nicht nur in der Liga halten, sondern sogar zum ernsthaften Europapokal-Anwärter mausern. Mit Kampf alleine hätte das nicht geklappt.

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