Dit war Berlin (und der BVB)

Berlin. Drei schöne Tage. Drei intensive Tage. Drei Tage, an denen man als Online-Journalist ständig „auf Sendung“ ist, ständig guckt, ob man nicht irgend etwas verwerten kann für den Live-Ticker, für einen netten Tweet oder für einen sonstigen Text. Da mir immer wieder vorgehalten wird, dass ich mir da doch nur ein nettes langes Wochenende gemacht habe, kommt hier mein Schaffensnachweis zu drei Tagen rund ums DFB-Pokalfinale.

Freitag

Am Morgen geht es aus Essen los in Richtung Dortmund. Um 11 Uhr soll der Flieger mit dem BVB (und mir) gehen, bis 10 Uhr hat der Check-In zu erfolgen – für uns Normalsterbliche, die Spieler kommen natürlich etwas knapper vor dem Abflug. Also heißt es erst einmal: Warten. Und dann zwei kurze Interviews mit Sebastian Kehl und Erik Durm führen, bevor es in den Flieger geht. Dort verschriftliche ich das Interview mit Kehl und schreibe einen kurzen Text zu Durm.

Vor dem Abflug: BVB-Keeper Weidenfeller gibt Autogramme.
Vor dem Abflug: BVB-Keeper Weidenfeller gibt Autogramme.

In Berlin angekommen, gibt es die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit BVB-Marketingdirektor Carsten Crame, der sich noch immer über das Chaos rund ums Fanfest am Berliner Breitscheidtplatz ärgert – daraus entsteht dieser Text.  Vom Flughafen werden wir direkt zum Olympiastadion gebracht, wo die Pressekonferenz mit den Trainern Jürgen Klopp und Dieter Hecking sowie den Kapitänen Mats Hummels und Diego Benaglio stattfindet. Ich mache daraus zwei Texte: über die Torwartfrage und Klopps noch nicht vorhandene Abschiedsstimmung.

Die BVB-Fans hatten den Breitscheidplatz fest in der Hand.
Die BVB-Fans hatten den Breitscheidplatz fest in der Hand.

Danach geht es ins Hotel und von dort direkt auf den Breitscheidplatz – der Ticker, den die Kollegen in Essen am Morgen gestartet haben, will schließlich mit Eindrücken gefüttert werden, zudem wünschen sich die Kollegen der WR einen Stimmungstext. Um 21 Uhr ist Feierabend.

Samstag

Am nächsten Morgen geht es ab 10 Uhr wieder in die Stadt – denn wieder will ein Ticker gefüttert werden. Die Kollegen in Essen veröffentlichen außerdem ein Klopp-Porträt, das ich vor dem Abflug geschrieben habe. Nachdem ich mich den ganzen Tag ind er Stadt herumgetrieben und sogar eine Fahrt auf dem BVB-Partybus gemacht habe, geht es am späten Nachmittag zum Stadion – und am Abend gibt es endlich Fußball zu sehen.

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BVB-Kapitän Mats Hummels nach dem Spiel in der Mixed Zone

Mit dem Schlusspfiff geht die Einzelkritik raus, nach der Siegerehrung geht es runter in die Mixed Zone, Stimmen sammeln – und anschließend in den Bus, der uns zur BVB-Feier bringt. Während der Fahrt schreibe ich einen Kommentar zum Schiedsrichter. Und von der Feier selbst liefere ich einen Text zu Klopps Abschiedsrede, einen weiteren zu Kehls Abschied und einen Zusammenschrieb der Aussagen von Kapitän Mats Hummels nach dem Spiel. Um 3.30 Uhr am Sonntagmorgen ist Feierabend – im Sinne von: Jetzt wird nichts mehr geschrieben. Über den Rest der Feier legen wir aus Selbstschutz – und dem einiger anderer Menschen – den Mantel des Schweigens. Ich weiß nur noch, dass ich einem BVB-Mitarbeiter noch Taxigeld schulde.

Sonntag

Am nächsten Morgen geht um zehn Uhr der Bus zum Flughafen. Dort stellt sich BVB-Präsident Reinhard Rauball unseren Fragen – im Flugzeug schreibe ich das ebenso zusammen wie einen Text zum vermutlich letzten BVB-Spiel von Ilkay Gündogan. Um ca. 15 Uhr bin ich zu Hause.

Enttäuschte Reisegruppe: die BVB-Spieler am Flughafen
Enttäuschte Reisegruppe: die BVB-Spieler am Flughafen

Tags drauf kommen noch zwei Analyse-Stücke: dass der Abend von Berlin noch mal gezeigt hat, dass Klopp vor allem auch abseits des Rasens fehlen wird. Und dass der Wolfsburg-Sieg das endgültige Zeichen einer Wachablösung sein könnte – mit dem VfL Wolfsburg als neuer Nummer zwei im deutschen Fußball. Und damit ist der BVB-Trip endgültig abgeschlossen.

Die Bilder aus Berlin:

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