Wie sich Paris Hilton einmal nicht blamierte (dafür viele andere)

Pris Hilton
Bunt und schrill – so kennt man Paris Hilton. (Bild: celebboy via Wikimedia unter cc-by-2)

Es ist doch immer wieder schön, wenn man sich über die Blödheit anderer Leute lustig machen kann. Es macht auf eine primitive Art und Weise Spaß und es gibt die wohlige Gewissheit, dass man im Vergleich doch eigentlich ziemlich schlau ist. Paris Hilton ist da immer wieder ein dankbares Ziel – und gestern war es mal wieder so weit.

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Alles unter Vorbehalt

Für Nachrichtenagenturen sind Koalitionsverhandlungen eine feine Sache: Sie können jeden Tag ordentlich Meldungen rausjagen, denn entweder haben sich die Koalitionäre auf einem bestimmten Gebiet geeinigt, oder sie haben sich nicht geeinigt. Beides ist eine Meldung wert und dazwischen gibt es nichts – dachte man zumindest bis zu den aktuellen Verhandlungen zwischen Union und SPD. Die nämlich haben tatsächlich etwas gefunden, was dazwischen liegt – und haben es prompt zum Prinzip der gesamten Koalitionsverhandlungen erhoben.

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Warum das BVB-Modell nichts für den DFB ist

Nachdem sich Sami Khedira im Länderspiel gegen Italien (1:1) schwer verletzt hat, schießen die Spekulationen ins Kraut: Was ist, wenn der defensive Mittelfeldmann auch für die Weltmeisterschaft ausfällt? Wer soll ihn ersetzen?

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Mehr Hirsch, weniger Westerwelle – was die FDP jetzt braucht

Man muss sich momentan schon anstrengen, um die FDP überhaupt wahrzunehmen. Jene stolze Partei, die seit 1949 ununterbrochen im Bundestag vertreten war; die lange Jahre das Zünglein an der Waage war, wenn es um die Frage ging, ob nun CDU/CSU oder SPD den Kanzler stellen sollte. Die Grünen stellen sich gerade mit viel Getöse neu auf: Am Mittwoch hat sie eine neue Fraktionsführung gewählt und weil es für einen der beiden Posten zwei Kandidatinnen gab, kamen manche Medien aus dem Hyperventilieren gar nicht mehr heraus – weil es eben in den eigentlich demokratisch verfassten Parteien eben doch Ausnahme statt Regel ist, dass bei Postenvergaben eine echte Wahl stattfindet.

Auch die Linke macht mit Knatsch um die Fraktionsführung von sich reden, Union und SPD bestimmen mit ihren Sondierungen und den Diskussionen um Ministerposten und Inhalte – zumindest einige Sozialdemokraten sehen das offenbar als sinnvolle Reihenfolge an – ohnehin die politische Agenda.

Für eine Partei, die nicht mehr im Parlament vertreten ist, bleibt da nicht viel Aufmerksamkeit übrig.

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Ja, ich habe etwas zu verbergen

Einer der dümmsten Sätze, die immer wieder fallen, wenn es um die immer umfassendere Überwachung der Bürger durch Staaten und deren Geheimdienste geht, ist folgender: „Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.“ Das ist, mit Verlaub, allergrößter Schwachsinn. Ich plane zwar derzeit keine Terroranschläge und habe auch in Zukunft nicht vor, das zu tun (auf diesem Weg schönen Gruß an alle Geheimdienste, bei denen der Computer beim Wort „Terror“ das Alarmglöckchen geläutet hat). Dennoch gibt es in meiner alltäglichen Kommunikation genügend Dinge, die niemand anderen etwas angehen – außer eben die Person, mit der ich kommuniziere. Das, liebe Geheimdienstler und wer hier noch so mitliest, nennt man Privatsphäre.

Die scheint es aber in Zeiten immer größerer Datenschnüffeleien nicht mehr zu geben. Im meinem Postfach habe ich sechs Mails gefunden, die das Wort „Bombe“ enthalten. 31 Mal kam das Wort Anschlag vor und immerhin 18 Mal das Wort Terror. 55 potenzielle Alarmsignale also für die Software, die wohl routinemäßig unser aller elektronische Kommunikation durchforstet. 55 Mal könnte also irgendwo ein Lämpchen angegangen sein, könnte eine Software oder ein Mensch entschieden haben, meine Kommunikation genauer unter die Lupe zu nehmen.  „Ja, ich habe etwas zu verbergen“ weiterlesen

Pressefreiheit gilt auch für die Brigitte

Heißa, was für eine Aufregung: Das Oberlandesgericht München hat die Presseplätze für den NSU-Prozess neu vergeben – besser gesagt: Es hat sie verlost. Und jetzt ist die Empörung groß. Die FAZ ist nicht dabei! Die taz auch nicht! Die Welt nicht! Der Stern nicht! DIe Zeit auch nicht! Dafür unter anderem Kabel 1, Ebru TV, Charivari, Radio Lotte Weimar – und die Brigitte (die vollständige Liste gibt es hier).

Und schon ist das Wehklagen groß: „Ein schlechtes Los“, schreibt Spiegel Online, „Eine Liste wie eine Farce“, ergänzt sueddeutsche.de. Und wie so oft, wenn Medien in eigener Sache berichten, wird vor lauter hyperventilieren nicht mehr ganz so genau auf die Fakten geachtet. „Pressefreiheit gilt auch für die Brigitte“ weiterlesen

Ein spanischer Feiertag in Dortmund

Vor dem Champions-League-Halbfinalspiel zwischen dem BVB und Real Madrid (4:1) war ich in Dortmund unterwegs, um ein bisschen live von der Stimmung zu tickern. Außerdem war ich abends natürlich im Stadion dabei. Herausgekommen sind dieser Live-Ticker, ein Text zum Empfang von Mario Götze, die Einzelkritik – und jede Menge Bilder, die ich hier einfach mal ungeordnet und unkommentiert zeigen will. „Ein spanischer Feiertag in Dortmund“ weiterlesen

Eine Woche Borussia

Die abgelaufene Woche stand bei mir im Zeichen des Fußballs: Donnerstag Pressekonferenz bei Borussia Dortmund, Samstag bei der Partie des BVB gegen SC Freiburg und Sonntag beim Spiel der Gladbacher Borussia gegen Hannover 96. Besonders interessant war die Begegnung am Samstag: 40 Minuten lang war von Dortmund nichts zu sehen, Freiburg spielte geschickt und technisch anspruchsvoll, führte vollkommen verdient mit 1:0 – und in nur wenigen verrückten Minten drehten die Dortmunder vor der Pause das Spiel: Drei gelungene Aktionen bedeuteten das 3:1.

Über all das habe ich den einen oder anderen Artikel verfasst, eine willkürliche Auswahl gibt es hier:

BVB – Freiburg 5:1

Rauschender BVB-Sieg mit großem Auftritt von Sahin
Der 5:1-Sieg über den SC Freiburg war das Spiel des BVB-Rückkehrers Nuri Sahin. Mit zwei Treffern machte der Dortmunder die Partie zu seinem großen Auftritt. Auch Torjäger Robert Lewandowski traf gegen die Breisgauer doppelt. Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Leonardo Bittencourt. Weiterlesen

Sahins starker Auftritt gibt BVB-Trainer Klopp neue Optionen
In seinem zweiten Spiel von Beginn an hat BVB-Rückkehrer Nuri Sahin mit starker Leistung überzeugt. Seinem Trainer Jürgen Klopp eröffnen sich damit im Mittelfeld neue Optionen: Je nach Gegner, Form und Fitness kann er auf Formationen mit unterschiedlichen Stärken und Schwächen zurückgreifen. Weiterlesen

Bittencourt freut sich über erstes Tor im zweiten BVB-Spiel
Er gilt als eines der größten deutschen Mittelfeld-Talente: Leonardo Bittencourt, der im Sommer für rund drei Millionen Euro von Energie Cottbus zu Borussia Dortmund wechselte. Gegen den SC Freiburg kam er zu seinem zweiten Bundesliga-Einsatz und konnte gleich sein erstes Tor bejubeln. Weiterlesen

Borussia Mönchengladbach – Hannover 96 1:0

Gladbach stapelt nach Heimsieg über Hannover 96 weiter tief
Mit dem 1:0-Heimsieg gegen Hannover 96 hat Borussia Mönchengladbach einen großen Schritt in Richtung internationales Geschäft gemacht, man ist nun punktgleich mit Rang sechs. Doch im Verein tritt man auf die Euphoriebremse und will von der Europa League noch nicht sprechen. Weiterlesen

Gladbach verteilt das Reus-Erbe auf mehreren Schultern
1:0 hat Borussia Mönchengladbach gegen Hannover 96 gewonnen. Und obwohl nur ein Tor fiel, zeigten die Borussen dabei eine ansprechende Offensivleistung – und einige Spieler das Potenzial, bald aus dem Schatten von Marco Reus zu treten. Gladbachs Manager Max Eberl sieht eine „sehr gute Mischung“ im Angriff. Weiterlesen

Wieder Matchwinner – Luuk de Jong in Gladbach angekommen
Gegen Hannover 96 hat Stürmer Luuk de Jong zum zweiten Mal in den vergangenen drei Spielen das entscheidende Tor für seine Mannschaft geschossen. Der Torjäger kommt in Gladbach immer besser zurecht – auch weil Trainer Favre endlich System und Spieler gefunden hat, die zum Niederländer passen. Weiterlesen

Und sonst noch so

„Eine Ente“ – BVB dementiert Gerüchte um Edin Dzeko
Überaus energisch haben BVB-Trainer Jürgen Klopp und Geschäftsführer eine mögliche Verpflichtung des Stürmers Edin Dzeko dementiert. Doch mit ähnlichen Worten wurde schon im Januar ein Wechsel bestritten, der schließlich doch zustande kam. Weiterlesen

BVB wehrt sich gegen Favoritenstatus in der Champions League
Schon vor dem Achtelfinal-Duell mit Schachtjor Donezk war die Zahl derer groß, die dem BVB gute Aussichten auf das Finale attestierten, nach dem überzeugenden 3:0-Sieg dürften es nicht weniger geworden sein. Spieler und Trainer wehren sich noch gegen den Favoritenstatus – nur einer tanzt aus der Reihe. Weiterlesen

Mit falscher Neun – so könnte der BVB gegen Gladbach spielen
Im Bundesliga-Duell gegen Borussia Mönchengladbach fehlen dem BVB gleich beide gelernte Mittelstürmer. Doch das muss den BVB nicht schlechter machen – im Gegenteil. Die Dortmunder könnten mit einer falschen Neun auflaufen – wir erklären, was damit gemeint ist. Weiterlesen

Stevens‘ Rauswurf: Schade, aber überfällig

Huub Stevens
Huub Stevens, nun zum zweiten mal Ex-Schalke-Trainer. Foto: Produnis (CC BY-SA 3.0)

Ein paar Bemerkungen vorweg:

1.) Ich finde es immer sehr schwierig, die Arbeit von Trainern zu bewerten. Als Außenstehender hat man einfach zu wenig Einblick in die tägliche Arbeit. Klar, einige Trainingseinheiten sind öffentlich, aber was wirklich vorgeht im Innenleben einer Mannschaft, zwischen Trainer, Co-Trainer und den Spielern, wer wann wo wie was vorgibt und was davon umgesetzt wird und was eben nicht – all dies erfährt man in der Regel nicht. Und das macht es schwer, die Arbeit eines Trainers zu bewerten – jenseits der nackten Ergebnisse, die eine Mannschaft einfährt. Wenn es sportlich nicht läuft, ist der Trainer die ärmste Sau – siehe das Beispiel Mike Büskens, der in Fürth teils recht ansehnlichen Fußball spielen lässt (zumindest ist eine klare taktische und spielerische Idee vorhanden), dessen Spieler aber ums Verrecken das Tor nicht treffen.

2.) Von Trainerentlassungen halte ich meist nicht viel. Allein die Statistik besagt, dass dies meist nur einen kurzfristigen Aufschwung bringt – wenn überhaupt – und die Ergebnisse eines neuen Trainers keinen Deut besser sind als die seines Vorgängers. Allein deswegen hätte ich mir schon gewünscht, dass Huub Stevens bis zum Saisonende Schalker Trainer bleiben kann, man dann zufrieden auseinandergeht und einen Trainer von dem Schlage hervorzaubert, wie wir ihn mit Rangnick schonmal hatten – einen sogenannten modernen Trainer mit schlüssigem taktischen Konzept und einer klaren Spielidee.

Und trotz dieser Vorbemerkungen: Die Entlassung von Huub Stevens als Schalker Trainer halte ich für richtig. „Stevens‘ Rauswurf: Schade, aber überfällig“ weiterlesen