Anfield – Der Mythos lebt

Hans-Joachim Watzke hatte vor dem Abflug nach Liverpool noch abgewiegelt, als ihn jemand nach dem Mythos Anfield fragte: „Wie so viele Mythen muss man auch den relativieren“, hatte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund gesagt. So laut, so stimmungsvoll sei es gar nicht im legendären Stadion des FC Liverpool. Vor 20 Jahren, so habe er gehört, sei das ganz anders gewesen.

Zumindest für diesen einen Abend, für das Europa-League-Duell zwischen Liverpool und dem BVB, war das eine kolossale Fehleinschätzung. „Anfield – Der Mythos lebt“ weiterlesen

Sinsheimer Staugeschichten

BVB und TSG Hoffenheim vor dem Anpfiff

Das Wetter war nasskalt, es regnete, die Wischerblätter funktionierten nicht ordentlich und auf der A5 fuhren wir von einem Stau in den nächsten. Kurz: Der Kollege B. und ich hatten richtig viel Spaß auf dem Weg zum Bundesligaspiel von Borussia Dortmund bei der TSG 1899 Hoffenheim. Um 14.45 Uhr hatten wir uns in Hagen auf den Weg gemacht, da zeigte das Navi noch 17.17 Uhr als Ankunftszeit an. Um 18.38 Uhr waren wir dann tatsächlich da.

Das Spiel entschädigte nicht wirklich für die Anfahrt, gerade in Halbzeit eins war es ein mieser Kick. Dem BVB fehlte weitgehend die Struktur im Angriffsspiel. In Halbzeit zwei wurde es besser, aber immer noch nicht überragend. Immerhin hat man im Stadion der Hoffenheimer Plätze, die relativ nah dran sind am Geschehen. Und so konnten wir aus hervorragender Perspektive beobachten, wie sich TSG-Trainer Markus Gisdol gegenüber dem Schiedsrichter-Assistenten eindrucksvoll um den Titel „Wüterich der Woche“ bewarb, wie Henrikh Mkhitaryan dem BVB-Spiel nach der Pause deutlich mehr Struktur gab und wie sich Mats Hummels nach Abpfiff nicht weniger eruptiv ärgerte als vorher Gisdol.

Den BVB-Spielern war nach diesem Auftritt die Lust aufs Sprechen vergangen, erst kam nur Roman Bürki, kurz vor 23 Uhr kam noch Marcel Schmelzer. Als wir uns kurze Zeit später auf den Rückweg in die Heimat machten, war immer noch Stau rund ums Stadion. Es dauerte, bis wir freie Fahrt hatten, um kurz nach 2 Uhr waren wir in Hagen, um 2.50 Uhr hatte ich den Dienstwagen in Essen abgeliefert und um 3.15 Uhr war ich endlich zu Hause. Muss man auch nicht ständig haben, solche Fahrten.

Berlin, Berlin, ich fahre (wieder) mit dem BVB nach Berlin

Zum zweiten Mal in zwei Jahren geht es am kommenden Wochenende für Borussia Dortmund zum Pokalfinale in Berlin – und wie 2014 bin ich auch dieses Mal für WAZ.de dabei. Legt man das letzte Mal zugrunde, wird es ein sehr anstrengendes Wochenende.

Am Freitagmorgen geht es um 11 Uhr für den BVB und damit auch für mich im Flieger von Dortmund nach Berlin. Dort steht um 14 Uhr die Pressekonferenz mit den Trainern und Mannschaftskapitänen an, danach geht es für mich dann in die Stadt und vor allem zum Breitscheidplatz, ein bisschen Atmosphäre aufsaugen. Wir werden das ganze Wochenende über aus Berlin tickern, dazu werde ich eine Menge beitragen – und außerdem natürlich den einen oder anderen Text schreiben, Fotos machen und eventuell ein paar Videos drehen.

Samstag: Fans, Fußball und BVB-Feier

Auch am Samstag beobachte ich primär die Stimmung in der Stadt – bis dann um 20 Uhr endlich Fußball gespielt wird. Unabhängig vom Ergebnis geht es dann zur BVB-Feier ins Kraftwerk, wo entweder der Sieg gefeiert oder versucht wird, die Niederlage zu verarbeiten – und wo ich wohl noch ein paar Texte zu schreiben haben werde.

Nach einer kurzen Nacht geht es am Sonntag um 10 Uhr zurück zum Flughafen, um 13.30 Uhr ist für den BVB und mich Ankunft am Flughafen Dortmund und von dort aus geht es entweder direkt zum Jubel-Korso – oder erst einmal wieder an den Schreibtisch.

Wer das alles mitbekommen will, kann mir auf Twitter folgen oder bei meinem Brötchengeber alles nachlesen. Und wen interessiert, wie es 2014 war oder viele Bilder davon sehen will, klicke hier.

Maximale Ernüchterung

Während ich schon im Zug in Richtung des nächsten BVB-Spiels in Freiburg sitze, komme ich endlich mal dazu, den vergangenen Spieltag ein wenig zusammenzufassen. Weil ich gegen Leverkusen ausgesetzt habe, war es mein persönlicher Rückrundenauftakt. Und nachdem man in Dortmund seit Wochen angekündigt hatte, dank einer bombastischen Wintervorbereitung und runderneuerter Fitness werde alles sehr viel besser, war die Ernüchterung groß. Sehr Groß. Offensiv lief bis zum Gegentor wenig und danach gar nichts, die Abwehr leistete sich mal wieder einige schlimme Aussetzer. „Maximale Ernüchterung“ weiterlesen

Arsenal ist nicht so Mainz

Ich bin ein wenig in Rückstand, seit dem letzten Eintrag hier ist der eine oder andere Spieltag ins Land gegangen. Deswegen hier schnell nachgetragen meine Beiträge zu den BVB-Spielen gegen Arsenal und Mainz.

„Arsenal ist nicht so Mainz“ weiterlesen

#shinjiisfree oder: Da! Ein Japaner! Wirklich!

Die ersten Gerüchte gab es am Donnerstag: Shinji Kagawa soll vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund stehen. „Na klar“, dachte ich da noch achselzuckend, aber ein paar Telefonate später kristallisierte sich heraus, das die Gerüchte dieses Mal gar nicht so abwegig waren wie sonst in den vergangenen zwei Jahren, sondern dass im Gegenteil der BVB mit Hochdruck daran arbeitete, den kleinen Japaner zurückzuholen. „#shinjiisfree oder: Da! Ein Japaner! Wirklich!“ weiterlesen

Netzlos in Augsburg

In Augsburg hat man sich vor einigen Jahren ein neues Stadion gegönnt, das modernen Gepflogenheiten folgend nach einem Sponsoren benannt und außerdem von ausgesuchter Hässlichkeit ist – es sei denn, man steht auf Beton-Ästhetik. Auch die Pressearbeitsräume gehören nicht zu den schöneren (oder geräumigeren) der Liga. Die Pressetribüne ist eine Metallkonstruktion, die nachträglich unters Tribünendach gequetscht wurde, alle paar Meter muss man sich ducken, um sich den Kopf nicht an einem Stahlträger einzurennen.

Und dann ist da die Sache mit dem WLAN. „Netzlos in Augsburg“ weiterlesen