Mehr Hirsch, weniger Westerwelle – was die FDP jetzt braucht

Man muss sich momentan schon anstrengen, um die FDP überhaupt wahrzunehmen. Jene stolze Partei, die seit 1949 ununterbrochen im Bundestag vertreten war; die lange Jahre das Zünglein an der Waage war, wenn es um die Frage ging, ob nun CDU/CSU oder SPD den Kanzler stellen sollte. Die Grünen stellen sich gerade mit viel Getöse neu auf: Am Mittwoch hat sie eine neue Fraktionsführung gewählt und weil es für einen der beiden Posten zwei Kandidatinnen gab, kamen manche Medien aus dem Hyperventilieren gar nicht mehr heraus – weil es eben in den eigentlich demokratisch verfassten Parteien eben doch Ausnahme statt Regel ist, dass bei Postenvergaben eine echte Wahl stattfindet.

Auch die Linke macht mit Knatsch um die Fraktionsführung von sich reden, Union und SPD bestimmen mit ihren Sondierungen und den Diskussionen um Ministerposten und Inhalte – zumindest einige Sozialdemokraten sehen das offenbar als sinnvolle Reihenfolge an – ohnehin die politische Agenda.

Für eine Partei, die nicht mehr im Parlament vertreten ist, bleibt da nicht viel Aufmerksamkeit übrig.

„Mehr Hirsch, weniger Westerwelle – was die FDP jetzt braucht“ weiterlesen