#shinjiisfree oder: Da! Ein Japaner! Wirklich!

Die ersten Gerüchte gab es am Donnerstag: Shinji Kagawa soll vor einer Rückkehr zu Borussia Dortmund stehen. „Na klar“, dachte ich da noch achselzuckend, aber ein paar Telefonate später kristallisierte sich heraus, das die Gerüchte dieses Mal gar nicht so abwegig waren wie sonst in den vergangenen zwei Jahren, sondern dass im Gegenteil der BVB mit Hochdruck daran arbeitete, den kleinen Japaner zurückzuholen. „#shinjiisfree oder: Da! Ein Japaner! Wirklich!“ weiterlesen

Netzlos in Augsburg

In Augsburg hat man sich vor einigen Jahren ein neues Stadion gegönnt, das modernen Gepflogenheiten folgend nach einem Sponsoren benannt und außerdem von ausgesuchter Hässlichkeit ist – es sei denn, man steht auf Beton-Ästhetik. Auch die Pressearbeitsräume gehören nicht zu den schöneren (oder geräumigeren) der Liga. Die Pressetribüne ist eine Metallkonstruktion, die nachträglich unters Tribünendach gequetscht wurde, alle paar Meter muss man sich ducken, um sich den Kopf nicht an einem Stahlträger einzurennen.

Und dann ist da die Sache mit dem WLAN. „Netzlos in Augsburg“ weiterlesen

Recherchieren? Wozu?

Vor einiger Zeit habe ich an dieser Stelle ziemlich über das ZDF Sportstudio im Besonderen und die deutsche Sportberichterstattung im Allgemeinen aufgeregt. Auch das gegenseitige Abschreiben von Fehlinformationen und der daraus resultierende Herdentrieb war schon Thema. Vermutlich könnte man damit jeden Tag einen Blogbeitrag füllen, aber heute war es mal wieder besonders nett.

Kurz nach zehn kam die Meldung: Shinji Kagawa wechselt von Borussia Dortmund zu Manchester United. Und darin stand irgendwo der harmlose Satz, der Transfer erfolge vorbehaltlich der sportmedizinischen Untersuchung und der Arbeitserlaubnis. Und ich erinnerte mich dunkel, da in letzter Zeit etwas darüber gelesen zu haben und fand den Text nach zweiminütiger Powerrecherche bei den Kollegen von Reviersport. Unter der alarmistischen Überschrift „Kagawa-Wechsel droht zu platzen“ steht dort neben einigem anderen folgendes:

Der Transfer des Dortmunder Mittelfeldspielers zum Premier League-Klub droht an den kuriosen Statuten des englischen Fußballverbands (FA) zu scheitern. Demnach dürfen nicht EU-Ausländer ausschließlich dann ins englische Oberhaus wechseln, wenn sie in den zurückliegenden zwei Jahren mindestens 75 Prozent der Länderspiele für ihr Heimatland absolviert haben. Das trifft auf den Japaner allerdings nicht zu, denn der konnte wegen Verletzungen nur 18 der letzten 39 Länderspiele für die „Samurai Blue“ absolvieren, also etwas mehr als 50 Prozent.

Über die Schwächen beim Kopfrechnen sah ich gnädig hinweg, allerdings erzählte mir ein Kollege, er habe ähnliches auf Springers Witzportal Gerüchteküche Fußball-Portal transfermarkt.de. Allerdings sei dort von drei Jahren die Rede gewesen.

Also musste ich doch etwas tiefer in die Recherche einsteigen. „Recherchieren? Wozu?“ weiterlesen