Wie sich Paris Hilton einmal nicht blamierte (dafür viele andere)

Pris Hilton
Bunt und schrill – so kennt man Paris Hilton. (Bild: celebboy via Wikimedia unter cc-by-2)

Es ist doch immer wieder schön, wenn man sich über die Blödheit anderer Leute lustig machen kann. Es macht auf eine primitive Art und Weise Spaß und es gibt die wohlige Gewissheit, dass man im Vergleich doch eigentlich ziemlich schlau ist. Paris Hilton ist da immer wieder ein dankbares Ziel – und gestern war es mal wieder so weit.

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Skandal! Skandal! Skandal!

Heißa, da war etwas los in den vergangenen Tagen. Alles begann mit einer Vorabmeldung des Stern, jenem Nachrichtenmagazin also, was eins schon die Hitlertagebücher entdeckt angedreht bekommen hatte.Und jetzt hat man in Hamburg einen ganz heißen Skandal ausgegraben, und zwar rund um den Blog Wir in NRW, der vor der NRW-Wahl 2010 vieles aufdeckte, was der CDU äußerst ungelegen kam und seinen Teil dazu beitrug, dass die CDU bei der Wahl ziemlich baden ging. Und was hat der Stern jetzt aufgedeckt?

Aber so unabhängig und überparteilich waren die Enthüller offenbar nicht. Der Stern deckt in seiner neuen Ausgabe auf, wie die mutmaßlichen Hintermänner des Blogs von dem Wahlsieg der SPD profitierten. Sie erhielten Aufträge der Landesregierung in Höhe von mehreren Hunderttausend Euro.

Das wäre natürlich ein starkes Stück, wären da nicht die unscheinbaren Wörtchen „offenbar“ und „mutmaßlich“ – Journalistensprech für „Wir kennen da ein Gerücht, können es aber nicht beweisen“. „Skandal! Skandal! Skandal!“ weiterlesen

Da könnt‘ ja jeder kommen – Journalisten und das Web 2.0

Obwohl wir in unserer Wohnung theoretisch ein Arbeitszimmer haben, sitze ich mit meinem Laptop oft am Wohnzimmertisch. Das hat den Vorteil, dass ein Sofakissen greifbar ist, wenn sich mein Kopf mal wieder unaufhaltsam und rasend schnell der Tischplatte nähert. Anlässe dafür gibt es viele, den jüngsten liefern die Vertreter der Hauptstadtpresse, die sich in der Bundespressekonferenz (BPK) versammeln.

Seit einiger Zeit hat nämlich Regierungssprecher Steffen Seibert einen Twitter-Account, den er auch fleißig benutzt. Und, freuen sich die Journalisten über diesen neuen Informationskanal? Nun ja. Thomas Wiegold, selbst BPK-Mitglied, hat in seinem Blog einige wunderschöne Fragen der Journalisten dokumentiert, aus denen Freude und Fachkenntnis gleichermaßen hervorquellen (Streng genommen, hat er selektiert, das gesamte Protokoll findet sich hier. Und ich trete nun als Meta-Selektierer auf). Im Folgenden ein paar hübsche Auszüge – die Antworten des Vize-Regierungssprechers Christoph Steegmans sind teilweise großes Kino: „Da könnt‘ ja jeder kommen – Journalisten und das Web 2.0“ weiterlesen