Zeitung war irgendwie entspannter

Nach einer gefühlten Ewigkeit habe ich heute mal wieder von einem Fußballspiel berichtet, und zwar für waz.de/nrz.de/westfalenpost.de/wr.de/ikz-online.de, formerly known as derwesten.de, beim Spiel von Bayer Leverkusen gegen die SpVgg Greuther Fürth. Erkenntnis des Tages: Es war eigentlich immer vergleichsweise entspannt, das für die Zeitung zu machen (zumindest bei Samstagsspielen).

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Das Elend des deutschen Sportjournalismus

Katrin Müller-Hohenstein und Otto Rehagel
So sieht es aus, wenn Katrin Müller-Hohenstein arbeitet. Foto: Karl-Friedrich Hohl via CC BY 3.0

Wer am vergangenen Samstag das Sportstudio im ZDF gesehen hat, hat viel gelernt: Dieter Hecking war mal Polizist. Dieter Hecking hat ein paar Talente entdeckt, die jetzt fast alle woanders spielen. Und Dieter Hecking kann diese Talente auf Fotos erkennen. Sonst gab es nichts Berichtenswertes. Keine deutschen Top-Schiedsrichter, beispielsweise, die der Steuerhinterziehung im großen Stil verdächtigt werden. Das ZDF schaffte es tatsächlich, diese Affäre, die die ganze Woche geschwelt hatte, mit keinem Wort zu erwähnen. Vielleicht bin ich ein romantischer Idealist, aber von einer Sportsendung im öffentlich-rechtlichen Fernsehen erwarte ich, dass sie so ein Thema aufgreift und vertieft, gerne mit ein wenig eigener Recherche. Um so eine Erwartung noch zu haben, dass merke ich mehr und mehr, muss man aber tapfer all die kleinen und großen Grausamkeiten ignorieren, die der ZDF-Sportredaktion immer wieder einfallen. „Das Elend des deutschen Sportjournalismus“ weiterlesen