Morgens im Pott

Die SMS kam am Samstagmittag. Ob ich nicht Lust hätte, am Sonntag auf Haldentour zu gehen, fragte mein guter Freund und Trauzeuge. Er wolle Fotos machen, man könne ja so etwa um halb sieben losfahren. Und weil man ja in der Kombination Journalist/Familienvater ohnehin viel zu viel Schlaf bekommt, sagte ich zu. „Morgens im Pott“ weiterlesen

Anfield – Der Mythos lebt

Hans-Joachim Watzke hatte vor dem Abflug nach Liverpool noch abgewiegelt, als ihn jemand nach dem Mythos Anfield fragte: „Wie so viele Mythen muss man auch den relativieren“, hatte der Geschäftsführer von Borussia Dortmund gesagt. So laut, so stimmungsvoll sei es gar nicht im legendären Stadion des FC Liverpool. Vor 20 Jahren, so habe er gehört, sei das ganz anders gewesen.

Zumindest für diesen einen Abend, für das Europa-League-Duell zwischen Liverpool und dem BVB, war das eine kolossale Fehleinschätzung. „Anfield – Der Mythos lebt“ weiterlesen

Das Ringen um Demokratie

 

Damals habe ich es nicht verstanden. Warum auf einmal Menschen mit Maschinengewehr über unser Wohnareal wachten und wir eine Zeit lang lieber nicht in die Hauptstadt fahren sollten. Wir schrieben das Jahr 1991, ich war damals acht Jahre alt, ging in die zweite Klasse und lebte in Ndakaini, einem winzigen Dorf etwa eine Autostunde von Nairobi entfernt, der Hauptstadt Kenias. Mein Vater arbeitete bei einer Baufirma, die hier einen Staudamm errichten und so die Trinkwasserversorgung für Nairobi ausbauen sollte.

Für die vielen Arbeitskräfte aus Deutschland – Ingenieure, Kaufleute, Vermesser, Vorarbeiter – hatte man hier unweit der Baustelle eine Art Siedlung aus dem Boden gestampft. Mit Häusern für die Familien, Wohnungen für die Junggesellen, Generatoren, einer Kantine, einem Klassenraum für die fünf Schulkinder und einen weiteren Raum für die Jüngeren. Inmitten von Kaffeeplantagen und Wald, umgeben von einem Zaun, der für uns Kinder selten eine wirkliche Grenze war – an dessen Öffnungen nun aber schwer bewaffnete Männer Position bezogen.

Denn der Beginn der 1990er-Jahre war eine unruhige Zeit in Kenia: Seit der Unabhängigkeit herrschte die Kenya African National Union (KANU), seit einiger Zeit auch formal in der Verfassung als einzige Partei festgeschrieben. Offiziell war es eine Einparteiendemokratie, in Wahrheit aber eine Diktatur unter dem Präsidenten Daniel Toroti’ich arap Moi. Kritiker wurden mundtot gemacht, aus der Partei ausgeschlossen, eingesperrt, verschwanden unter mysteriösen Umständen – oder wurden unter nicht weniger dubiosen Vorzeichen ermordet.

Warum ich das alles schreibe? Weil ich nach meinem Rant über die niedrige Wahlbeteiligung bei den OB-Wahlen in NRW von einer lieben Freundin die Rückmeldung bekam, dass sie gerne mehr über diesen Aspekt gelesen hätte. Weil die Wahlbeteiligung bei den folgenden Stichwahlen meist noch mieser war. Und weil es vielleicht ein bisschen besser erklärt, warum mich Leute, die ihre demokratischen Rechte mit Füßen treten und das auch noch gut finden, so aufregen. „Das Ringen um Demokratie“ weiterlesen

Sinsheimer Staugeschichten

BVB und TSG Hoffenheim vor dem Anpfiff

Das Wetter war nasskalt, es regnete, die Wischerblätter funktionierten nicht ordentlich und auf der A5 fuhren wir von einem Stau in den nächsten. Kurz: Der Kollege B. und ich hatten richtig viel Spaß auf dem Weg zum Bundesligaspiel von Borussia Dortmund bei der TSG 1899 Hoffenheim. Um 14.45 Uhr hatten wir uns in Hagen auf den Weg gemacht, da zeigte das Navi noch 17.17 Uhr als Ankunftszeit an. Um 18.38 Uhr waren wir dann tatsächlich da.

Das Spiel entschädigte nicht wirklich für die Anfahrt, gerade in Halbzeit eins war es ein mieser Kick. Dem BVB fehlte weitgehend die Struktur im Angriffsspiel. In Halbzeit zwei wurde es besser, aber immer noch nicht überragend. Immerhin hat man im Stadion der Hoffenheimer Plätze, die relativ nah dran sind am Geschehen. Und so konnten wir aus hervorragender Perspektive beobachten, wie sich TSG-Trainer Markus Gisdol gegenüber dem Schiedsrichter-Assistenten eindrucksvoll um den Titel „Wüterich der Woche“ bewarb, wie Henrikh Mkhitaryan dem BVB-Spiel nach der Pause deutlich mehr Struktur gab und wie sich Mats Hummels nach Abpfiff nicht weniger eruptiv ärgerte als vorher Gisdol.

Den BVB-Spielern war nach diesem Auftritt die Lust aufs Sprechen vergangen, erst kam nur Roman Bürki, kurz vor 23 Uhr kam noch Marcel Schmelzer. Als wir uns kurze Zeit später auf den Rückweg in die Heimat machten, war immer noch Stau rund ums Stadion. Es dauerte, bis wir freie Fahrt hatten, um kurz nach 2 Uhr waren wir in Hagen, um 2.50 Uhr hatte ich den Dienstwagen in Essen abgeliefert und um 3.15 Uhr war ich endlich zu Hause. Muss man auch nicht ständig haben, solche Fahrten.

Die dümmsten Schafe wählen gar nicht

Schaf

Zum Beispiel das Ruhrgebiet: 38,2 Prozent in Bochum. 33,9 Prozent in Essen. Die Zahlen sind ein Desaster. Gerade einmal ein Drittel der Bürger hat sich an den Wahlen zum Oberbürgermeister beteiligt, in den meisten anderen Städten sieht das Ergebnis nicht viel besser aus. Es war eine Katastrophe, die die damalige schwarz-gelbe Landesregierung im Jahr 2007 sehenden Auges hingenommen hat, als sie auf die vollkommen irrige Idee kam, die Wahlen von Oberbürgermeistern und Stadträten zu entkoppeln.

Das allerdings ist bestenfalls eine Erklärung, keine Entschuldigung für all jene, die nicht von ihrem demokratischen Recht Gebrauch gemacht haben – und das in den sozialen Medien auch noch zu verklären versuchen.
„Die dümmsten Schafe wählen gar nicht“ weiterlesen

Bundesliga-Start – oder: Der Wahnsinn geht wieder los

Sonntagmorgens nach Chemnitz heizen, Sonntagabend wieder zurück. Zwei Wochen später die gleiche Übung, nur noch weiter – bis Ingolstadt. Frei Wochenenden nur noch vom Hörensagen kennen und nach einem halben Jahr überrascht feststellen, wie groß die Tochter schon wieder geworden ist. An Trainingsgeländen und in Stadionkatakomben herumlungern, endlöse Stunden in Zügen und auf der Autobahn verbringen – und dabei einen der besten Jobs der Welt haben. Kurz gesagt: Die Fußball-Saison hat endlich begonnen – bei mir wie immer von dem Vorsatz begleitet, an dieser Stelle mehr vom Drumherum zu erzählen, kurz: diesen Blog mehr zu pflegen.

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Das Chemnitzer Stadion

Chemnitz war ohne Zweifel ein besonderer Spaß: Morgens um sieben Uhr ging es in Essen los, über immerhin meist fantastisch ausgebaute und wenig befahrene Autobahnen, bis das Navi irgendwann empfahl, an einer großen Baustelle rechts abzubiegen, wo dann einige Ordner den Weg zu einer staubigen Fläche neben einigen Containern wiesen – das war der Parkplatz, die Baustelle das Stadion und die Container die Umkleidekabinen sowie der Pressearbeitsraum, in dem später auch die Pressekonferenz mit den Trainern stattfinden sollte.

Die Perspektive der Journalisten
Die Perspektive der Journalisten

Im Stadion dann die nächste Überraschung: Da die Haupttribüne umgebaut wurde, saßen wir Journalisten hinter dem Tor auf Höhe des Spielfelds. Eine interessante Perspektive mal, aber was vor dem gegenüberliegenden Tor geschah, war bestenfalls zu erahnen – zumal wir auch noch in die knallende Sonne guckten. Die Metallklapptische vor uns waren so aufgehitzt, dass man ein Ei drauf hätte braten können. Mit jeder Minute fluchte ich lauter über den Ordner, der mir meine Wasserflasche abgenommen hatte, während der Kollege neben mir sehnsüchtig an die Klimaanlage im Auto dachte – und an die Sonnenbrille, die auf dem Armaturenbrett lag.

Eine Woche später in Dortmund war die Umgebung zwar vertraut, auf dem Platz aber geschah ungewöhnliches: Borussia Mönchengladbach wurde mal eben mit 4:0 weggefidelt, eine Niederlage, die sogar noch zu niedrig ausfiel. Und die schon vorher große Aufregung um den neuen Trainer Thomas Tuchel bekam noch abgedrehtere Züge als ohnehin schon.

Ob denn der Erfolg gegen Gladbach auf die neue Ernährung zurückzuführen sei, wurde etwa Marco Reus gefragt, obwohl die – so beteuert man beim BVB – so anders gar nicht ist. Oder die Sache mit dem Kameramast in der Mitte des Platzes, der beim ersten Training unter Thomas Tuchel zum Einsatz kam und aufgeregt als ein Zeichen des Neuanfangs gedeutet wurde – dabei gab es den Mast auch schon unter Tuchel-Vorgänger Jürgen Klopp gelegentlich. Generell las sich zuletzt manches so, als sei der BVB in den vergangenen Jahren von einem taktischen Analphabeten trainiert worden.

Julian Weigl ist die Entdeckung

Natürlich hat auch mir gefallen, was ich gegen Gladbach oder beim 5:0 gegen den Wolfsberger AC gesehen habe. Gündogan, Hummels, Mkhitaryan und – ja, auch – Schmelzer sind in toller Form, Weigl ist schon jetzt eine der Entdeckungen der Saison und für mich der Gewinner der Vorbereitung. Gut zu sehen, dass der BVB den überfallartigen Konter nicht verlernt hat – aber nun auch sehr viel geduldiger spielen, sich den Gegner zurecht legen kann.

Die ersten beiden Tore gegen Gladbach resultierten genau daraus: Auf der rechten Seite wird das Spiel durch viele kurze Pässe aufgebaut, dann schnell über Sokratis auf halblinks zu Hummels verlagert. Und der hat nun Platz für einen schnellen Vertikalpass, der einmal bei Kagawa und einmal bei Schmelzer landet – und beide Male klingelt es kurz danach. Dass dies so schnell und mühelos klappen kann, hat auch mit Tuchels Detailversessenheit zu tun – beispielsweise der Frage, in welchen Fuß der Ball gespielt bzw. mit welchem Fuß der Ball angenommen werden soll. Auch diese Akribie ist nichts Neues, wie dieser Text von 2012 zeigt – in Mainz wurde es nur nicht so stark wahrgenommen wie jetzt, als Nachfolger Klopps bei einem der größten Vereine Deutschlands.

Der BVB war gut – und Gladbach schwach

Bei all der Begeisterung darf aber auch nicht vergessen werden, dass sich Gladbach gegen den BVB auch nicht besonders geschickt anstellte. Beim 1:0 hatten Passgeber Kagawa und Vollstrecker Reus bemerkenswert viel Platz, beim 2:0 konnte Schmelzer komplett ungestört flanken – und so ging es weiter. Gerade auf der Sechs, im defensiven Mittelfeld, stimmte bei den Fohlen wenig – der abgewanderte Kramer scheint eine größere Lücke zu hinterlassen als gedacht.

Was die Dortmunder Erfolge wert sind, werden die kommenden Wochen zeigen, spätestens der fünfte und der achte Spieltag: Dann geht es gegen Bayer Leverkusen und Bayern München. Und nächste Woche erst einmal nach Ingolstadt – BVB Sportdirektor Michael Zorc hat ja bereits angekündigt, dass es dort schwerer als gegen Gladbach wird.

Des Kickers Bärendienst

Die Frage ist schon seltsam, die Antwort erst recht:

Wenn man ihre Werbepartner adidas, Coca-Cola, Allianz und Sony sieht, sind sie schon ein Topstar. Wofür möchten Sie als Werbepartner stehen?

Manuel Neuer: Ich wähle Partner, hinter denen ich auch stehe. Es muss zu mir passen. Allianz zum Beispiel steht für Rückhalt, wie ich als Torwart auch. Coke zero steht für das Zu-null, das ich immer schaffen will; Sony für die Schärfe des Bildes, die ich auch benötige. Außerdem sollten solche Partnerschaften langfristig laufen.

Häh?!? Abgesehen davon, dass mich die Erklärung zu Nutella jetzt wirklich interessiert hätte: Der Kicker, der damals die Berichterstattung zu Thomas Hitzlsperbergers Homosexualität – mit der Begründung „Das Privatleben der Spieler interessiert uns nicht“ – verweigerte, fragt nach Neuers Werbepartnern?

Für solche Fragen gibt es zwei mögliche Gründe und beide sind nicht schön. „Des Kickers Bärendienst“ weiterlesen

Dit war Berlin (und der BVB)

Berlin. Drei schöne Tage. Drei intensive Tage. Drei Tage, an denen man als Online-Journalist ständig „auf Sendung“ ist, ständig guckt, ob man nicht irgend etwas verwerten kann für den Live-Ticker, für einen netten Tweet oder für einen sonstigen Text. Da mir immer wieder vorgehalten wird, dass ich mir da doch nur ein nettes langes Wochenende gemacht habe, kommt hier mein Schaffensnachweis zu drei Tagen rund ums DFB-Pokalfinale.

Freitag

Am Morgen geht es aus Essen los in Richtung Dortmund. Um 11 Uhr soll der Flieger mit dem BVB (und mir) gehen, bis 10 Uhr hat der Check-In zu erfolgen – für uns Normalsterbliche, die Spieler kommen natürlich etwas knapper vor dem Abflug. Also heißt es erst einmal: Warten. Und dann zwei kurze Interviews mit Sebastian Kehl und Erik Durm führen, bevor es in den Flieger geht. Dort verschriftliche ich das Interview mit Kehl und schreibe einen kurzen Text zu Durm.

Vor dem Abflug: BVB-Keeper Weidenfeller gibt Autogramme.
Vor dem Abflug: BVB-Keeper Weidenfeller gibt Autogramme.

In Berlin angekommen, gibt es die Gelegenheit zu einem kurzen Gespräch mit BVB-Marketingdirektor Carsten Crame, der sich noch immer über das Chaos rund ums Fanfest am Berliner Breitscheidtplatz ärgert – daraus entsteht dieser Text.  Vom Flughafen werden wir direkt zum Olympiastadion gebracht, wo die Pressekonferenz mit den Trainern Jürgen Klopp und Dieter Hecking sowie den Kapitänen Mats Hummels und Diego Benaglio stattfindet. Ich mache daraus zwei Texte: über die Torwartfrage und Klopps noch nicht vorhandene Abschiedsstimmung.

Die BVB-Fans hatten den Breitscheidplatz fest in der Hand.
Die BVB-Fans hatten den Breitscheidplatz fest in der Hand.

Danach geht es ins Hotel und von dort direkt auf den Breitscheidplatz – der Ticker, den die Kollegen in Essen am Morgen gestartet haben, will schließlich mit Eindrücken gefüttert werden, zudem wünschen sich die Kollegen der WR einen Stimmungstext. Um 21 Uhr ist Feierabend.

Samstag

Am nächsten Morgen geht es ab 10 Uhr wieder in die Stadt – denn wieder will ein Ticker gefüttert werden. Die Kollegen in Essen veröffentlichen außerdem ein Klopp-Porträt, das ich vor dem Abflug geschrieben habe. Nachdem ich mich den ganzen Tag ind er Stadt herumgetrieben und sogar eine Fahrt auf dem BVB-Partybus gemacht habe, geht es am späten Nachmittag zum Stadion – und am Abend gibt es endlich Fußball zu sehen.

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BVB-Kapitän Mats Hummels nach dem Spiel in der Mixed Zone

Mit dem Schlusspfiff geht die Einzelkritik raus, nach der Siegerehrung geht es runter in die Mixed Zone, Stimmen sammeln – und anschließend in den Bus, der uns zur BVB-Feier bringt. Während der Fahrt schreibe ich einen Kommentar zum Schiedsrichter. Und von der Feier selbst liefere ich einen Text zu Klopps Abschiedsrede, einen weiteren zu Kehls Abschied und einen Zusammenschrieb der Aussagen von Kapitän Mats Hummels nach dem Spiel. Um 3.30 Uhr am Sonntagmorgen ist Feierabend – im Sinne von: Jetzt wird nichts mehr geschrieben. Über den Rest der Feier legen wir aus Selbstschutz – und dem einiger anderer Menschen – den Mantel des Schweigens. Ich weiß nur noch, dass ich einem BVB-Mitarbeiter noch Taxigeld schulde.

Sonntag

Am nächsten Morgen geht um zehn Uhr der Bus zum Flughafen. Dort stellt sich BVB-Präsident Reinhard Rauball unseren Fragen – im Flugzeug schreibe ich das ebenso zusammen wie einen Text zum vermutlich letzten BVB-Spiel von Ilkay Gündogan. Um ca. 15 Uhr bin ich zu Hause.

Enttäuschte Reisegruppe: die BVB-Spieler am Flughafen
Enttäuschte Reisegruppe: die BVB-Spieler am Flughafen

Tags drauf kommen noch zwei Analyse-Stücke: dass der Abend von Berlin noch mal gezeigt hat, dass Klopp vor allem auch abseits des Rasens fehlen wird. Und dass der Wolfsburg-Sieg das endgültige Zeichen einer Wachablösung sein könnte – mit dem VfL Wolfsburg als neuer Nummer zwei im deutschen Fußball. Und damit ist der BVB-Trip endgültig abgeschlossen.

Die Bilder aus Berlin:

Berlin, Berlin, ich fahre (wieder) mit dem BVB nach Berlin

Zum zweiten Mal in zwei Jahren geht es am kommenden Wochenende für Borussia Dortmund zum Pokalfinale in Berlin – und wie 2014 bin ich auch dieses Mal für WAZ.de dabei. Legt man das letzte Mal zugrunde, wird es ein sehr anstrengendes Wochenende.

Am Freitagmorgen geht es um 11 Uhr für den BVB und damit auch für mich im Flieger von Dortmund nach Berlin. Dort steht um 14 Uhr die Pressekonferenz mit den Trainern und Mannschaftskapitänen an, danach geht es für mich dann in die Stadt und vor allem zum Breitscheidplatz, ein bisschen Atmosphäre aufsaugen. Wir werden das ganze Wochenende über aus Berlin tickern, dazu werde ich eine Menge beitragen – und außerdem natürlich den einen oder anderen Text schreiben, Fotos machen und eventuell ein paar Videos drehen.

Samstag: Fans, Fußball und BVB-Feier

Auch am Samstag beobachte ich primär die Stimmung in der Stadt – bis dann um 20 Uhr endlich Fußball gespielt wird. Unabhängig vom Ergebnis geht es dann zur BVB-Feier ins Kraftwerk, wo entweder der Sieg gefeiert oder versucht wird, die Niederlage zu verarbeiten – und wo ich wohl noch ein paar Texte zu schreiben haben werde.

Nach einer kurzen Nacht geht es am Sonntag um 10 Uhr zurück zum Flughafen, um 13.30 Uhr ist für den BVB und mich Ankunft am Flughafen Dortmund und von dort aus geht es entweder direkt zum Jubel-Korso – oder erst einmal wieder an den Schreibtisch.

Wer das alles mitbekommen will, kann mir auf Twitter folgen oder bei meinem Brötchengeber alles nachlesen. Und wen interessiert, wie es 2014 war oder viele Bilder davon sehen will, klicke hier.

Maximale Ernüchterung

Während ich schon im Zug in Richtung des nächsten BVB-Spiels in Freiburg sitze, komme ich endlich mal dazu, den vergangenen Spieltag ein wenig zusammenzufassen. Weil ich gegen Leverkusen ausgesetzt habe, war es mein persönlicher Rückrundenauftakt. Und nachdem man in Dortmund seit Wochen angekündigt hatte, dank einer bombastischen Wintervorbereitung und runderneuerter Fitness werde alles sehr viel besser, war die Ernüchterung groß. Sehr Groß. Offensiv lief bis zum Gegentor wenig und danach gar nichts, die Abwehr leistete sich mal wieder einige schlimme Aussetzer. „Maximale Ernüchterung“ weiterlesen